Die Franzosen sprechen es Be aus und verzichten auf das x.
Frühstück war gut in den Teufelshörnern, was Les Diablerets auf Französisch heißt. Nachtfotografie fiel ins Wasser - in die Wolken.
Heute hatten wir weder Übernachtung geplant noch den Etappenzielort. Wir wussten nur, wir gehen zum Col de Croix (und oben auf dem Col begriff ich, dass das nicht Spitze heißt, sondern Pass. Also es ging sehr spät los. So spät wie noch nie. 10.15 Uhr verließen wir das Hotel. Wir schlafen länger. Der Körper scheint sich zu nehmen, was er braucht.
Naja und er braucht einiges, um die ersten 600 Höhenmeter des Tages bis zum Pass zu gehen. Gut das wir gestern auf dem Glacier 3000 waren. Heute lag das Massiv in den Wolken. Ab und zu nieselte es auch ein bisschen. Oben auf dem Pass waren die berühmten und weltbekannten Gipspyramiden. Von dort also, vom Col de Croix, ging es dann fast nur noch bergab. Kurz nach dem Pass machten wir einen kurzen Mittagshalt in einer sau urigen Almhütte und tranken Tee (nicht wirklich heißen) mit Gebäck. Danach besuchten wir noch ein wunderschönes Alpendorf (nach einer Stunde Trecking) und kehrten dort noch einmal ein. Dann aber nur noch bergab. Als Ziel zeichnete sich so langsam Gryon ab. An der Haltestation des Zuges, der von Les Diablerets nach Bex fuhr, schauten wir in der Touristeninfo vorbei und erkundigen uns nach Hotels. Wir waren schon ordentlich gelaufen, also das Pensum für heute war geschafft und wir entschieden uns, bis nach Bex zu fahren, mit der Bahn. Die Bahn war eine Kombination aus Straßenbahn und Zahnradbahn. Das Ticket kauften wir direkt in der Info und die Haltestelle war direkt davor. Auf den Zug mussten wir dann noch zwei Minuten warten, danach trifteten wir ins Rhonetal. Die Info hatte uns die Namen von zwei Hotels gegeben in Be(x). Wir fuhren mit der Straßenbahn bis zur Endstation, dem Bahnhof von Bex. Die Hotels lagen aber in der Stadtmitte. Also stapften wir wieder zurück ins Zentrum. Das zuerst aufgetaucht Hotel Cedre gefiel Toma nicht, also weiter. Das Hotel Ville war wegen Personalmangel geschlossen, nur das Restaurant war offen. Es sah sehr nobel aus (Stil Vintage).
Aber das half auch nichts, wir liefen zurück zum Hotel Cedre, checken dort ein und waren positiv überrascht, besser Toma. Das Dinner nahmen wir natürlich im Hotel de Ville ein. Salat für 29 Franken, wie Ute so schön zusammenfasste, wenig auf dem Teller, alles auf der Rechnung. Also am besten war der Schmackofatz oder der Gruß aus der Küche. Ein wenig Fisch mit Wasabi, sehr lecker. Er war etwas größer als eine Kreditkarte, aber hatte definitiv mehr Kalorien als das Hauptgericht von Toma, der Salatteller. Deswegen brachte der Ober auch noch eine kleine Salatschüssel und stellte diese neben den Salatteller, sozusagen, falls ein Gast zwei hohle Zähne hatte. Also bei Toma schien das der Fall gewesen zu sein, sie aß alles auf. Beim Rausgehen konnte man sich noch einen Bonbon nehmen. Ich griff tief und etwas länger in die Schüssel und erwischte wahrscheinlich genau so viele Kalorien, wie wir beide gegessen hatte. Ach Stopp, Toma aß noch ein leckeres Dessert. Wir wollen mal ehrlich bleiben.
Die Nacht schlief ich noch länger und vor allem sehr früh ein, ohne die ak geschrieben zu haben. Was ich jetzt nachgeholt habe.