12.Tag-Flaine-Sallanches

19. 07. 2020 - 12. Wandertag

Flaine – tja wo sind wir eigentlich. Hotel Orangerie.
Frühstücken 9. 15 Uhr Abmarsch. Hinunter zur Seilbahn Station, gleich unterhalb des Hauses, wo es eine Information geben sollte.
Unten angekommen, stellte Toma fest, dass sie die Masken im Hotel vergessen hatte, tja die brauchten wir ja in der Bahn. Also zurück, Toma. Ich erkundigte mich nach dem Weg, den kannte aber keiner, denn eine Information gab es hier nicht. Also kaufte ich wenigsten Tickets und schaute mir die Schautafeln an.
Also mit der Bahn nach oben erschien mir schon als super Idee. Wir fuhren also, mit Masken, nur die schniefende hustende Französin mit uns in der Kabine hatte keine, nach oben, etwa 900 Meter für 16 Euro, what a bargain.
Oben angekommen, das war schon überwältigend. Man verließ das Gebäude und schaute auf den Weißen Berg! Er zog die Blicke magisch an. Ein wunderschönes Panorama lag vor uns. Das ganze Massiv präsentierte sich fast wolkenfrei, mit einigen Foto Wölkchen, einfach fantastisch. Fotos, Fotos, Videos, Weg fragen. Chamonix – oh nein, drei Tage nach Chamonix, von hier geht es nicht nach Chamonix. So, wieder unter fahren? Ein älteres Ehepaar beriet uns an Hand ihrer Karte. Die zeigte, was sich schon bei meinen Recherchen abgezeichnet hatte, wir waren nicht so falsch, musste die andere Seite des Berges wieder runter (also nicht die wir hochgefahren waren).
Wir mussten über den Pass de Colonnel oder so ähnlich. Es ging oben auf fast 2500 Meter Höhe über Steinfelder, gut markiert. Die Sicht war wie gesagt großartig, man hätte jeden Meter in Richtung Mt. Blanc Fotos machen können. Die angegeben 20 Minuten zum Pass waren bestimmt 40, doch dann ging es bergab, recht gemütlich. Was wir bei all unserem Glück leider verpasst hatten, war eine Herde von Steinböcken. Nur ein fettes Murmeltiere sah ich über die Steine und Almwiesen davonhoppeln.
Dann kam auch schon die Hütte. Die Option hier zu übernachten verwarfen wir sofort. Aber es gab eine kleine Zwischenmahlzeit. Sehr leckere Tapas oder so etwas ähnliche. Dann kam der beschwerlich Abstieg, der auch einen Adrenalinfaktor in sich barg. Steile Abhängen, schiefriges rutschiges Gestein, schmale Passagen und zu einer Seite immer der Abgrund. Doch immer noch konnte man links den Weißen Berg sehen. Umwerfend. Als wir dachten, wir hätten die Zivilisation erreicht, ein Hotel ist nur noch eine Sache von Minuten, zumal auch welche in googlemaps eingezeichnet waren, begann das wirkliche Drama des Tages. 2,5 Stunden Suchen und Laufen zu einem Hotel. Als wir dann den Weg hatten (gezeigt bekommen von einer alten Französin) und dann auch noch eine jüngere uns ein Hotel genau beschrieb, war es immer noch eine Stunde zu gehen, bis wir einchecken konnten. Ein Schritt vor dem Hotel rammelte sich Toma – Ergebnis ein gewaltiger Bluterguss. Das Hotel war 2017, 2018, 2019 im Michelin-Führer vermerkt und der Speichel lief uns schon im Munde zusammen, das es ja schon Abendbrot Zeit war, als wir ankamen 18.40 Uhr. Fehlanzeige. Das Restaurant hatte geschlossen. Ein Pizzaservice sprang ein. Ein gemütliches Abendbrot auf dem Balkon.
Ich verschwand noch, um den Sonnenuntergang am Mont Blanc oder mit dem Mont Blanc im Abendsonnenlicht zu fotografieren. Ende, jetzt werden Sterne fotografiert, es ist 5 von Mitternacht.