20.10. Sonntag Panoramaweg entlang des Aletschgletschers - 8. Wandertag
Wir haben als einzige Gäste beim Bäcker geschlafen. Man merkt es überall, die Saison, die Übergangssaison geht zu Ende. Die Riederalp ist ja ein wenig bekannt durch den Aletschgletscher und sollte deshalb gut frequentiert sein. Aber auch hier gibt es nur noch wenige Hotel, die offen sind und das nur noch diese Woche.
Heute haben wir das erste Mal mit Cash bezahlt und 10 Franken gespart. Gleich wieder bei der Raiffeisenbank aufgefüllt. Dann zur Seilbahn, die uns zum blauen See brachte; etwa 300 Höhenmeter haben wir so gespart.
Da steht doch dort schönster Alpensee. Bei weitem kein Vergleich mit dem grünen See, den wir gestern passierten und den ich ins Herz geschlossen habe. Klein aber fein, extrem fein. Naja fotografiert, weiter sollte es gehen und da stellte Toma fest, sie hat keine Stöcke. In der Gondel vergessen. Wir also im Eiltempo zurück zur Gondel / Zwischenstation und da kamen sie angefahren in der ersten Gondel, die von oben kam, sahen wir sie und der Mann von der Seilbahn holte aus der Kabine. Den Rest, bis zur Bergstation liefen wir zu Fuß. Eine weise Entscheidung. Denn er führte zuerst zum Gletscher (also zum Rand des Bergrückens, auf dem wir uns befanden und von dem wir auf den Gletscher blicken konnten). Obwohl das Wetter heute zu wünschen übrig ließ, waren doch die Blicke auf den Gletscher märchenhaft. Wunderschön. Von der Bergstation begann der Panoramaweg, der bis zum Märjelensee / Gletscherstube immer zur linken Seite den Aletschgletscher hatte. Da die Wolken die gegenüberliegenden Berge verhüllten, zumindest deren Spitzen. Naja mit Panoramawege hatten wir ja schon Erfahrung. Wenn wir auf den Panoramawegen laufen, regnet es. Wenn ich zu Beginn noch ohne Voll-Cover-Regenumhang gehen konnte und die Kamera immer wieder trocken wischte, kam der Zeitpunkt, dass es zu nass wurde. Der Weg war gut ausgebaut und die ständige Aussicht auf der rechten Seite auf den Gletscher atemberaubend. Wir trafen auch einige Wanderer. Erst zwei Chinesen, die sich mit Halbschuhen vorwärts kämpften. Fast hätte ich gedacht, dass ich heute einen Schneehasen gesehen hatte, aber es war ein Hund mit buschigen weißen Schwanz, der zwei Italiener begleitete. Wir trafen sie dann an der Gletscherstube.
Es ging auf der Nordseite des Eggishorn bis zur Kurve des Gletschers, von der man dann nach oben schauen konnte zum Eiger und Mönch, die aber wegen des Wetters nur zu erahnen waren. Schade. An der Gletscherhütte war dann Treffen aller Wanderer. Zum Schluss kam noch eine Koreanerin hinzu, die mit einem Bergführer unterwegs war. Von der Hütte führten zwei Wege ins Tal. Einer um den Berg, einer durch den Berg. Wir hätten garantiert den um den Berg genommen.
Der durch den Berg war ein Tunnel, über einen Kilometer lang. Er diente heute der Wasserversorgung der Dörfer im Tal vom Stausee, der sich neben er Hütte (Gletscherstube) befand. Früher diente der Tunnel zur Ableitung des Wasser aus dem Märjelansee. Der Randgletschersee stellte im 19. Jahrhundert eine große Gefahr für die Dörfer unterhalb des Gletschers dar, da der See periodisch plötzlich sein Wasser „abließ“ und es so zu Überschwemmungen kam. Der Tunnel sollte das Wasser aus dem See in das Nebental ableiten. Heute ist der See nur noch winzig. Der Gletscher ist enorm zurückgegangen und stellt somit keine Gefahr mehr dar. Lange Rede kurzer Sinn, alle empfohlen uns, die Abkürzung durch den Tunnel zu nehmen. Wir brachen als erste auf. Der Tunnel war von der Hütte zu sehen (etwa 100 Meter entfernt). Als wir vor dem Eingang standen und die Tür öffnen wollten, war diese verriegelt. Was nun? Es führte eine kleine Treppe zu einem Fenster in dem großen Tor. Durch das Fenster passte gerade so ein Mensch durch. Ich schaute, ob sich da Fenster öffnen ließ und siehe da, Bingo, auf der Innenseite führte eine Treppe vom Fenster auf den Boden. Wir quetschten uns mit unseren Rucksäcken durch die Öffnung und befanden uns in einem beleuchteten Tunnel. Es tropfte ein wenig von der Decke. Eine Lampe benötigt man nicht, da die solargespeisten Lampen im Tunnel genug Licht gaben. Eine Viertelstunde stapften wir durch den Tunnel, aufpassend, dass wir nicht in den Pfützen / Bach nass wurden. Der Ausgang war eine ganz normale Tür. Vor uns ein neues Bergpanorama. Die Prophezeiung des Wanderleiters, dass auf der anderen Seite kein Regen wäre, erfüllte sich nicht. Vom Tunnel bis zur Fiescheralp waren es noch 50 Minuten. Da es schon nach 15.00 Uhr war, entschieden wir, entweder auf der Fiescheralp zu übernachten oder mit der Seilbahn ins Tal zu fahren.
Wir erreichten die Seilbahnstation der Fiescheralp im Regen und mussten feststellen, dass nur noch das Seilbahnhotel selbst offen hatte, obwohl sich einige Hotels hier oben befanden. Aber es war eben Saisonende. Im Restaurant der Seilbahn war man schon auf Feierabend eingestellt. Die Kellnerin aus Riesa sagte uns, dass wir die Gäste Nummer Zwei und Drei am heutigen Tag wären und der Chef ihnen früher Feierabend gegeben hatte. Wir hätten übernachten können im Seilbahnhotel, wären aber die einzigen Gäste gewesen, nur der Wirt wäre noch oben gewesen. Wir entschieden uns ins Tal zu fahren. Was wir für 40 Franken auch taten. In der Lodge-Inn, direkt an der Talstation, nahmen wir ein preiswertes Zimmer und schliefen sehr lange.
Bis heute früh.
Der durch den Berg war ein Tunnel, über einen Kilometer lang. Er diente heute der Wasserversorgung der Dörfer im Tal vom Stausee, der sich neben er Hütte (Gletscherstube) befand. Früher diente der Tunnel zur Ableitung des Wasser aus dem Märjelansee. Der Randgletschersee stellte im 19. Jahrhundert eine große Gefahr für die Dörfer unterhalb des Gletschers dar, da der See periodisch plötzlich sein Wasser „abließ“ und es so zu Überschwemmungen kam. Der Tunnel sollte das Wasser aus dem See in das Nebental ableiten. Heute ist der See nur noch winzig. Der Gletscher ist enorm zurückgegangen und stellt somit keine Gefahr mehr dar. Lange Rede kurzer Sinn, alle empfohlen uns, die Abkürzung durch den Tunnel zu nehmen. Wir brachen als erste auf. Der Tunnel war von der Hütte zu sehen (etwa 100 Meter entfernt). Als wir vor dem Eingang standen und die Tür öffnen wollten, war diese verriegelt. Was nun? Es führte eine kleine Treppe zu einem Fenster in dem großen Tor. Durch das Fenster passte gerade so ein Mensch durch. Ich schaute, ob sich da Fenster öffnen ließ und siehe da, Bingo, auf der Innenseite führte eine Treppe vom Fenster auf den Boden. Wir quetschten uns mit unseren Rucksäcken durch die Öffnung und befanden uns in einem beleuchteten Tunnel. Es tropfte ein wenig von der Decke. Eine Lampe benötigt man nicht, da die solargespeisten Lampen im Tunnel genug Licht gaben. Eine Viertelstunde stapften wir durch den Tunnel, aufpassend, dass wir nicht in den Pfützen / Bach nass wurden. Der Ausgang war eine ganz normale Tür. Vor uns ein neues Bergpanorama. Die Prophezeiung des Wanderleiters, dass auf der anderen Seite kein Regen wäre, erfüllte sich nicht. Vom Tunnel bis zur Fiescheralp waren es noch 50 Minuten. Da es schon nach 15.00 Uhr war, entschieden wir, entweder auf der Fiescheralp zu übernachten oder mit der Seilbahn ins Tal zu fahren.
Wir erreichten die Seilbahnstation der Fiescheralp im Regen und mussten feststellen, dass nur noch das Seilbahnhotel selbst offen hatte, obwohl sich einige Hotels hier oben befanden. Aber es war eben Saisonende. Im Restaurant der Seilbahn war man schon auf Feierabend eingestellt. Die Kellnerin aus Riesa sagte uns, dass wir die Gäste Nummer Zwei und Drei am heutigen Tag wären und der Chef ihnen früher Feierabend gegeben hatte. Wir hätten übernachten können im Seilbahnhotel, wären aber die einzigen Gäste gewesen, nur der Wirt wäre noch oben gewesen. Wir entschieden uns ins Tal zu fahren. Was wir für 40 Franken auch taten. In der Lodge-Inn, direkt an der Talstation, nahmen wir ein preiswertes Zimmer und schliefen sehr lange.
Bis heute früh.