Reichliches Frühstück, gegen 9.30 Uhr gingen wir los in Richtung Albinen. Die Zeitangaben waren bereits im Ort sehr verschieden. Wir sollten sie heute überhaupt nicht verstehen. Der Wanderweg (der direkte) führt über die Leitern, die laut Reiseführer (Via-Alpina -Dokumenation) über 8 Leiern 100 Höhenmetern bergauf. Als ich vor den Leitern stand, lehnte ich das Vorhaben ab. Toma versuchte mich mit aller Macht zu überzeugen, ging die erste Treppe hoch und sagte es wäre ganz einfach. Ich packte die Stöcke weg, den Fotoapparat und ging bis zum Ende der ersten Leiter. Der Übergang zur zweiten Leiter beendete dann auch meinen verzweifelten Akt der Selbstüberschätzung, denn da hätte man ohne Sicherung einen gewagten Schritt gehen müssen, der wenn es schief ging, am unteren Ende der ersten Leiter geendet hätte. Also Kommando zurück, getreu dem Schwur der Friesenbergscharte, kein unnötiges Risiko. Wir suchten einen anderen Weg der sich mit der Straße anbot, die ich unter uns befand. Wir folgten der Straße bis zum Tunnel. Rechts vom Tunnel ging der Weg nicht nach Albinen, also musste der Weg durch den Tunnel dort hinführen. Toma liebt zwar Leitern aber keine Tunneln. Ich lief also schauen, wie lange der Tunnel war. Etwa fünf Minuten. Ich holte Toma und als wir den Tunnel gemeinsam passiert hatten, sahen wir einen Wegweisern zu den Albinen -Leitern, mit hoher Wahrscheinlichkeit zum oberen Einstieg. So war es dann auch. Nach einer weiteren Viertelstunde waren wir in Flaschen und weiter ging es in Richtung Albinen. Das Wetter war sonnig und die Ausblicke, die sich immer wieder vom Weg in Richtung Bergen boten, waren einfach toll. Heute wurde die zweite SD-Karte voll, so unwiderstehlich waren die Motive auf dem Weg. Farben, Farben und einfach eine Landschaft, die fotogener nicht sein konnte. Die Zeitangaben für die Distanz Leukerbad – Albinen schwankten zwischen 1 Stunde 20 und zwei Stunden. Wir benötigten 3 Stunden. In Albinen, im Restaurant Sonnenblick, das seinen Namen zurecht trug, machten wir Mittag.
Dann weiter auf der Route nach Gampel / Steg. Unterwegs sahen wir wie die Schweizer Krieg spielten, diesmal am Himmel. 2 Flugzeuge jagten zwei adere Flugzeuge und dokumentierten das Ganze am Himmel mit Kondensstreifen. (Ich drehte ein Video davon).
Der Weg war wunderbar, die Aussicht großartig, auch wenn wir die Gemmiwand bald nicht mehr sahen. Dafür öffnete sich aber der Blick ins Rhonetal, und wenn. Mich nicht alles täuscht, sahen wir am Horizont das Mont Blanc Massiv. Die Berghänge waren gemalt von Monee und er hatte da tüchtig in den Farbtopf gegriffen.
Von Albinen nach Guttet sollten es nur 70 Minuten sein, es waren sehr lange 70 Minuten, dafür aber viele sehr schöne Landschaftsbilder. Guttet querten wir oberhalb in Richtung Feschel.