Gluringen - Oberwald

22.10.2019 Gluringen – Oberwald 10. Wandertag

Aufstehen (ja sonst kann man nicht wandern), Frühstück, lauschen, was die Russen am Nebentisch planen, los so gegen 9.00 Uhr.
Durch das Dorf und dann entlang der Straße (auf befestigten Wegen) bis nach Münster, was früher Goms hieß. Dort schauten wir in der Information vorbei, erfuhren, dass ein Hotel in Oberwald aufhat, der Gommersche Höhenweg aber nicht durchgehend geöffnet ist (was wir gestern selbst festgestellt hatten), u.a. aus Gründen von Schneefällen in der vergangenen Woche bzw. wegen aktueller Holzfällarbeiten. Leider wusste das die Information gestern in Bellwald nicht. Egal, vorbei. Wir entschieden uns, wegen der Sperrungen den Waldweg zu nehmen, der auf der anderen Hangseite im Tal entlang lief. Davor versorgten wir uns noch mit Proviant im Coop.
Den Einstieg zum Waldweg vermasselten wir, sodass wir uns einen steilen Hang hinauf quälten, immer auf die gelben Wegweiser zu, die von Weitem zu sehen waren. Oben auf dem Weg angekommen, war ich das erste Mal nass. Von innen.
Dann ging es immer schön durch den Wald, der Regen nervte noch ein zwei Stunden, sodass wir in Regenkleidung gehen mussten. Doch relativ pünktlich, wie vorausgesagt, ließ er gegen 12.00 Uhr nach. Heute hatten wir also den Blick ins Tal von der anderen Seite. Doch als der erste Bach zu hören war, ging der Weg wieder bergab, bis der Bach überquert werden konnte. Danach wieder hinauf. Und das mehrmals. Gegen 13.15 Uhr machten wir Mittag an einer Hütte (privates Sommerhaus) mit herrlichem Blick ins Tal und auf die gegenüberliegenden Berge. Als es dann in Obergestein wegen eines Wasserlaufes ganz nach unten ins Tal ging und unser Waldweg genauso verlief wie der Rottenweg, der dem Flusslauf folgte, blieben wir auf dem unteren Weg, das letzte Stück bis nach Oberwald. Wir passierten einen wunderschön angelegten Golfplatz und sahen von weiten unser Tagesziel. Der Weg dorthin zog sich aber gansschön. Angekommen und nach dem Hotel Ahorni gefragt, gefunden und mit Schrecken gelesen: Heute Ruhetag. Was nun? Erst mal versuchen, ob es auf ist. Es war auf. Der Wirt kam sofort, war verwirrt, als er uns sah und fragte, ob wir reserviert hätten. Wir und reserviert? Denn heute hätte das Hotel nur auf für einen reservierten Gast, der wie zufällig jetzt gerade zur Tür hereinspazierte. Er erhielt seinen Schlüssel und wir baten den Wirt noch einmal zu schauen, ob nicht noch ein Zimmer verfügbar wäre. Was er tat und als er zurückkam, er uns die freudige Nachricht überbrachte, ja eines wäre noch bezugsfertig. Das Restaurant hätte aber heute nicht auf, aber es gäbe ein Restaurant am Bahnhof. Frischmachen und zum Bahnhof. Die Gehwege waren um 18.00. Uhr schon hochgeklappt. Alle Hotels dunkel, da nicht mehr offen. Saisonende. Am Bahnhof, wieder ein Verladebahnhof für die Unterquerung des Furkapasses, ab es einen Kiosk, aber kein Restaurant.
Toma war ganz, ganz, tapfer. Drei Kamillentee. Ich aß ein Brötchen und ein Stück Kuchen. Das RESTAURANT!!!, machte 19.00 Uhr zu. Also zurück ins Hotel und über die Nacht kommen.
Auch heute waren wir wieder 7 Stunden unterwegs.