So könnte man den heutigen Tag überschreiben, denn immer wieder hat man uns das heute unter die Nase gerieben. Die Schweizer können Marketing. Grindelwald first! Top of Europe…., es geht nicht ein wenig kleiner.
Wir standen sehr früh auf. Früher als nicht im Urlaub. 6.15 Uhr klingelten drei Wecker, damit wir es auch wirklich nicht verschliefen. Wir mussten rechtzeitig am Zug sein, einmal weil wir ein Morgenticket gekauft hatten und zum anderen, weil am Morgen das Licht am beten ist. Der Zug nimmt immense Steigungen. Angetrieben mit Strom aber die Kraftumsetzung erfolgt mit Zahnrad, sonst würde er gleich den Berg wieder runterrutschen. Erst ging es im Dunklen den Berg runter zum Bahnhof, von dort bis zum Kleinen Scheidegg, umsteigen in den Zug zum Jungfrauenjoch. Der hielt mitten im Berg, direkt über den Eisfällen und genau zeitlich richtig, da gerade die Sonne zum Vorschein kam. Die Wolken waren auch sehr hübsch, sodass man später Luminar nicht bemühen muss, den Himmel auszutauschen. Weiter im Berg bis nach oben und dann wollte ich so schnell wie möglich raus und die Türen waren noch verschlossen. So ein Mist. Wir irren ein wenig durch die Gänge und kamen dann zum Auslass, der zum Hubschrauberlandeplatz führt. Von hier ging auch ein Weg zur Mönchshütte, die aber wie alle sagten heute geschlossen sei. 45 Minuten Fußweg bis zum Mönchsjoch . Doch das war alles erstmal nicht so wichtig. Wir hatten nämlich Blick auf den Aletschgletscher und die Bergwelt hier oben auf über 3500 Metern. Fotos. Schöne stimmungsvolle, da noch Wolken den Himmel verdeckten und die Kontraste im Zaum hielt. Man konnte schon fast zufrieden sein. Aber dann wollte ich mir doch die Gelegenheit nicht entgehen lassen und was sind schon 45 Minuten auf einem von der Pistenraupe präparierten Weg? Eine Kleinigkeit. Wir stapften durch den Schnee und alle paar Meter kamen uns Leue von der Hütte entgegen und als hätten sie sich abgesprochen alle sagten, die Hüte ist zu. Dann hielt ich es nicht mehr aus und fragte, ob sie auf der Hütte geschlafen hätten. Die Antwort war ja. Also wir hatten die letzte Nacht verpasst. Nach einer Stunde, gefüllt mit vielen Fotostopps kamen wir an der Hütte an, die natürlich noch auf war. Aber man ließ niemand so richtig rein. Und als ich das Klo benutzte, raunte mich der Hüttenwirt an, ob ich denn nicht den Schneehaufen gesehen hätte. Ich stellte mich doof, die Frage war auch verfänglich, denn Schnee war ja überall. Wir pausierten ein wenig und stiegen dann ab. Runter ging schon besser. Hochzu hatte sich bestimmt schon die Höhe bemerkbar gemacht. Runterzu machte sich die Sonne bemerkbar, die den Kampf mit den Wolken gewonnen hatte und ich mir jetzt eine Sonnenbrille gewünscht hätte. Die Station hier oben ist natürlich unwahrscheinlich beeindruckend. Wie die Plattform mit dem Observatorium auf dem Felsen thront, das ist schon beeindruckend und schön. Zurück von der Hütte wählten wir den Fahrstuhl bis nach ganz oben, auf die Aussichtsplattform. Super Wetter, Sonne, blauer Himmel und ein paar sehr schöne Wolken und der Aletschgletscher in seiner ganzen Pracht. Dann fütterten wir (Toma) die Raben – Alpenkrähen/dohlen (sie fraßen Toma aus der Hand). Im Restaurant, wo sich Toma hingeschlichen hatte, als ich mir den Eispalast angeschaut habe (und eine Japanerin als Tomaersatz fotografierte), gab es dann noch ein kleines Mittag. Dann Rückfahrt und an dem kleinem Scheidegg ging dann die Wanderung endlich los.