Kantersteg - Leukerbad

An der 4. Haltestelle, also kurz vor der Talstation sammelte uns der Bus auf. 10.00 Uhr fuhr die Bahn. Oben angekommen war es plötzlich Winter. Einer dieser fantastischen Wintertage, wie nur Wintertage sein können, die Luft frisch und klar, die Sicht bis zum Horizont (also zum nächsten Bergkamm), die Sonne blendend, wo sie auf Schnee traf, der Schnee knirschte unter den Schuhen, die Pfützen zugefroren und es war kalt. Also Jacke anziehen. Aber Kamera zum Dauereinsatz bereithalten. Wunderschöne Motive. Wir waren keine halbe Stunde gewandert, als ein See in der Landschaft auftauchte. Ein See, Wasser, da spiegeln sich die Berge, sollten sie zumindest. Also nah ran und Fotos machen. Viele Panoramen werde ich zu Hause zusammensetzen müssen. Ich verbrachte bestimmt eine Dreiviertelstunde am See um die perfekte Perspektive zu finden. Eigentliche eine Stunde zu wenig. Man hätte sich noch mehr Zeit nehmen müssen.
Von der Bergstation bis zum Hotel Schwargenbach waren es nur 1 Stunde 10. Ich habe fast 2 Stunden gebraucht. Toma hatte sich schon erkundigt, ob wir ein Zweibettzimmer bekommen könnten. In der Tat, es waren welche frei und hier hatten schon Picasso, Monpassant und Mark Twain bernachtet. Die sind jetzt alle tot, deswegen schien es mir nicht ratsam, es auch zu tun.
Vom Hotel, wo wir dennoch zu Mittag aßen, denn oben genannten sind ja nicht an dem Essen gestorben, bis nach Leukerbach sind es noch 2 Stunden 50. Das sollte zu schaffen sein. Wir bezahlten und beendeten das Wintersonnenbad, dass wir vor dem Hotel genossen hatten. Ein gemütlicher Anstieg bis zum Daubensee, entlang des Sees und dann noch ein kurzer Anstieg und schon hatten wir den Pass erreicht. Ohne bis ganz hoch zur Bergstation der Seilbahn zu gehen, begannen wir gleich mit dem Abstieg. Im Tal sahen wir schon Leukerbach. Der Weg war super ausgebaut. Aber 900 Höhenmeter, davon ein großer Teil fast senkrecht, wollen gemeistert sein. Es dauerte bei uns etwas länger. Die Ausblicke ins Tal und auf die umliegenden Berge waren einfach bombastisch. Da musste Zeit für Fotos sein. Wir erreichten das Dorf oder besser den Kurort noch vor 17.00 Uhr, die Info war noch offen, wir waren wieder im Sommer oder im Herbst bei besten Wetter und Temperaturen, die keine warmen Sachen duldeten, angekommen. In der Touristeninformation buchten wir ein preiswertes Hotel, bezahlten es auch gleich dort. Um Fünf war ein sehr, sehr schöner Tag zu Ende. Naja Abendessen gab es auch noch.