Die Nacht war unruhig für mich. Morgens ging es 8. Uhr los. Gemütlich gingen wir einen schönen Waldweg bergab und dann im travers immer ein wenig bergauf. Der Wald war schön, der Weg war schön, die Aussichten waren schön, es war wirklich ein Genuss, heutte auf dem GR 20 zu wandern.
Die 90 Minuten-Pause war an einer kleinen Kapelle auf einem Pass. Wunderschöne Windflüchter standen am Hang. Der weitere Anstieg war noch genau so schön. Immer wieder herzerwärmende Aussichten sogar mit Wolken am Himmel. Als wir das nächste Mal über den Grat schauen konnten, ging es auf der anderen Seite weiter hinauf. Irgendwann war der Aufstieg zu Ende und es ging bergab. Hinab zu einem größeren See an dem Pferde weideten. Pferde kamen uns auch entgegen mit Reitern, die alle mit Handy am Ohr telefonierten.
Wir machten eine ausführliche Pause am See und setzten nach dem Mittag unseren Weg fort. Es ging allmählich bergab, an der ersten Käserei vorbei, an der zweiten Käserei vorbei, wo wir schon die Hütte von weitem sahen. Hier machten wir, Toma und ich eine kleine Teepause gemeinsam mit Kommandante Che. Von hier noch eine gute Halbestunde und wir waren an der Hütte. Wir bekamen ein Zelt. Das ist die sichere Variante, denn mit Wanzen in de Hütte schlafen wollten wir nicht riskieren. Thorsten, Claudia und Ramona hatten die Erfahrung in der einen Hütte bereits ohne uns gemacht und sind dann geflohen und haben unter freien Himmel geschlafen.
Die Hütte sah etwas besser aus, als vergleichbare. Es gab warmes Wasser in der Küche. Wir sahen einen Adler oder einen anderen sehr großen Greifvogel, der sich in die Lüfte schraubte. Am See hatten wir schon einen Rotmilan gesehen.
Heute war es nicht so heiß, obwohl den ganzen Tag die Sonne geschienen hatte. Jetzt ist es schon kalt (19.15) und ich muss nun doch die warmen Sachen nutzen, um nicht zu frieren. Hoffentlich wird die Nacht nicht zu kalt.