Wir sind im Gasthof Stein. Ich finde, ein typischer italienischer Name. Ja, heute haben wir die Grenze passiert. Wir sind in Italien.
Ausgeschlafen, frische Wäsche, weil wir in der Domenikushütte einen kostenlosen Waschservice hatten. Es fehlten zwar ein paar Sachen, da die Sachen von allen Gästen zusammen gewaschen wurden, doch am Ende war alles wieder da.
Wir spazierten das wunderschöne Tal zur Pfirtscherscharte hinauf, trafen am Eingang zum Tal die beiden Mädchen aus Oberösterreich, die auf der Olpener Hütte übernachtet hatten und nun auf dem Bus warteten. Für sie war die Wanderung zu Ende. Für uns war es heute ein Spaziergang im Vergleich zu Gestern. Ich nahm mir auch die Zeit und machte einige Fotos mit dem Graufilter. Auf der Alm machten wir ein Päuschen und die restlichen Höhenmeter zur Grenze, wo dann auch die Hütte stand, fielen auch nicht all zu schwer.
Auch hier kehrten wir ein, aßen und tranken etwas. Das Wetter war beispielhaft ? schön.
Dann ging es bergab. Angeschrieben waren 1 Stunde und 20 Minuten. Wir benötigten fast 3. Unterwegs begann es wieder zu regnen, aber nicht sehr stark.
Stein, dieser typische italienische Ort, besteht aus drei bewohnten Häusern. Aber sehr schönen.
Das Problem mit der Unterkunft war, dass hier nur Faxe als Anmeldung anerkannt wurden. Wir riefen vier-fünfmal an, das half uns nicht. Da wir kein Fax hatten, und die ein Fax hatten, denen gelang es nicht das Fax an die Nummer abzusetzen, schrieb ich einen Brief und rief wieder an. Der Brief war nicht angekommen, sagte mir Frau Holzer vom Gasthof Stein am Telefon. Heute aber war alles vorhanden. Und wir hatten ein wunderschönes altes Zimmer mit Toilette und Dusche. Auf das warme Wasser musste man etwa 10 Minuten warten, was für ein Luxus.
Eine Stunde später trafen auch Steffi und Melanie ein. Auch sie hatten die vergangene Nacht auf der Olpener Hütte verbracht.
Wir hörten von unserem Zimmer im ersten Stock wie in der Gaststube gesungen wurde. Ich mit dem Foto runter und in die Gaststube. Dort sangen etwa 10-12 Leute Lieder. Sie kannten sich nicht alle nur 4 waren gemeinsam unterwegs. Ich filmte und hatte so viel Spaß und massig Material für die Multivisionsshow.
Wir sitzen in der Hütte, gemeinsam mit anderen Wanderern, die Stimmung ist umwerfend.
Es gibt ja Ebbe und Flut ? das war der letzte Satz eines Bayern über das Computerwesen.
Ich fahre über Sachsen und Sorben nach Polen und danach bin ich im Ural ? ein weiterer bayerischer Spruch über die Herkunft von Toma.
Als ich gerade die Mail abgeschickt hatte:
Zur goldenen Hochzeit wird der Ehemann gefragt, was seine besten Jahre waren. Er antwortet: Die fünf Jahre in russischer Gefangenschaft.
Ich habe jetzt schon 39 Jahre davon.
Spruch von Martin: Die Russen essen Gulagsuppe.